Alle zwei Jahre wird die Stadt Jönköping für einige Tage zum Zentrum der nordeuropäischen Straßentransportbranche. Dann werden auf dem Messegelände am Vätternsee die neuesten Typen und Aufbauten sowie Zubehör ausgestellt.
Mehr als anderswo sind die skandinavischen Volkswirtschaften auf einen funktionierenden Lastwagenverkehr angewiesen. Mit Höchstlängen von bis zu 25,25 Meter und legalen Höhen von 4,5 Metern sind der Kreativität der Fahrzeugbauer viel weniger Grenzen gesetzt. Raffinierte Fahrgestelle ermöglichen je nach Transportart die unterschiedlichsten Lastzug-Konfigurationen. In Schweden wird viel mit Stapler von der Seite geladen. Passend dazu gibt es schwenkbare Wände, die die Ladung komfortabel und schnell zugänglich machen. Mit Leichtbau werden schon Nutzlasten pro Einheit erreicht, die bald denen zweier Euro-Vierzigtonner entsprechen. Fünfachs-Anhängern mit über 40 Tonnen Gewicht verlangen den Reifen viel ab. Verstärkt werden deswegen Frühmeldesysteme für fallenden Luftdruck angeboten. Eine große Rolle spielen Kranwagen, denn die nordische Forstwirtschaft beschäftigt ganze Armadas von selbstladenden Holztransportern. Hier kommen immer bessere Hydraulikgreifgeräte zum Einsatz. Die Geschwindigkeit eines Ladevorgangs für Stammholz ist in diesem Geschäft ein Kriterium von entscheidender Bedeutung. Faszinierend sind auch moderne Wiegesysteme und Bildschirme zur Ladungssuche im Wald per Satellit.
Text und Fotos: Felix Jacoby
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