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Verbesserte Geschwindigkeitssteuerung Es ist mit Konzentration und einer Vielzahl von Schalt- und Bremsbewegungen verbunden, einen schweren Lastwagen sicher und gleichzeitig auf hohem Durchschnittstempo zu bewegen. Deutlich vereinfacht wird dies durch die neue Geschwindigkeitssteuerung, die Scania für Fahrzeuge der neuen Baureihen P, R und T ab dem Frühjahr anbietet.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Fahrzeug mit einer Kombination aus Bordcomputer, Tempomat und Retarder ausgestattet ist. Erkennbar ist dies an den drei Lenkradtasten am unteren Rand des Pralltopfs, mit denen die automatische Geschwindigkeitsregelung und der Bordrechner gesteuert werden. Für dieses Dreigestirn der Regeltechnik kommt - ab März verfügbar - eine neue, verfeinerte Steuerung. Denn nun kann auch die gewünschte Bergabgeschwindigkeit, die der Retarder halten soll, nicht mehr nur per Fuß- oder Knopfdruck allein programmiert werden. Zukünftig lässt sich dafür ein präziser Wert als nicht zu überschreitendes Tempo am Bordcomputer vorprogrammiert werden.
Damit sich Tempomat und Retarder nicht ins Gehege kommen, ist eine Differenz der Bremsansteuerung zum Marschtempo notwendig. Wenn also der Fahrer eine Fahrtgeschwindigkeit von 85 km/h vorgibt, schaltet sich der Retarder in seiner Grundeinstellung (plus 7 km/h) erst bei 92 km/h zu. Dieser Wert lässt sich jetzt zwischen 3 und 15 km/h Überschuss-Geschwindigkeit zum Tempomat einstellen. Unabhängig von der über den Bordcomputer eingestellten Maximalgeschwindigkeit für den Retardereinsatz kann die Zusatzbremse mit ihrem Bedienhebel rechts am Armaturenträger für weitere Geschwindigkeitsanpassungen, etwa zum Herunterbremsen vor engen Kurven, genutzt werden. Weiterhin erhalten bleibt im Automatikmodus des Retarders die Möglichkeit, die Dauerbremseinrichtung auch mit einem Druck des Bremspedals zu aktivieren, wie bei Scania schon länger möglich.
Wenn man in einer Senke zum Schwung holen einmal kurz Gas gibt, wird die vorgegebene Retarderansteuerung per Lenkradtaste nicht mehr dauerhaft gelöscht, sondern nur kurz ausgeschaltet und bleibt für das nächste Gefälle als Einstellung erhalten. Auch der im Tempomat gespeicherte Geschwindigkeitswert wird jetzt bei kurzem Gasgeben zum Überholen (maximal 60 Sekunden) nicht mehr automatisch ausgeschaltet. Die vom Fahrer gewählten Voreinstellungen für Tempo und Bremsgeschwindigkeit werden zukünftig digital angezeigt. Neu ist auch ein verbessertes Zusammenspiel zwischen den Radbremsen und dem Retarder. Beim Betätigen des Bremspedals verteilt der Computer die Verzögerungsarbeit, um den Belagverschleiß so niedrig wie möglich zu halten. Text Felix Jacoby, Fotos Scania Södertälje © Der schwedische Greif 2004,Alle Rechte vorbehalten. |
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